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Nachhaltig leben

02.08.2019

Was jeder tun kann - Mit minimalem Aufwand - Teil 1

Nachhaltig leben ist jetzt in aller Munde - und sollte das auch bleiben! Die Ratgeber schießen wie Pilze aus dem Boden, keine Frage. Gebrauchtpreis.net lebt den Gedanken schon länger. Schließlich ist es sehr viel nachhaltiger, Artikel gebraucht anstatt neu zu erwerben und somit die Nutzungsdauer bereits verwendeter Ressourcen zu erhöhen und gleichzeitig die Produktion neuer Waren mit neuen Ressourcen zu verringern. Das geht auch noch weiter, in dem man beim Erwerb gebrauchter Artikel zum Beispiel auch Verpackungsmaterial und somit Müll einspart.

Dieser Artikel soll - auch unabhängig von Gebrauchtwaren - einige einfache Dinge aufzeigen, welche mit wenig finanziellem- als auch nicht-finanziellem Aufwand zu bewerkstelligen sind. Teilweise kann man durch kleine Änderungen seiner Gewohnheiten sogar Geld einsparen. Der Artikel versteht sich als kleines Nachschlagewerk und ist daher in Stichpunkte von A bis Z unterteilt. Aufgrund der Vielzahl an Dingen, die man verändern kann, ist der Artikel in drei Teile gesplittet, welche wir Woche für Woche veröffentlichen werden.

Der Autor dieses Artikels ist übrigens garantiert kein eingefleischter „Öko“, kein Umweltaktivist, lebt nicht vegan, hat nicht zu viel Zeit oder was man sich sonst bei dieser Art Artikel denken mag. Der Autor hat einfach versucht, seinen Tagesablauf etwas nachhaltiger zu gestalten und sich dazu Gedanken gemacht oder Ideen eingeholt. Alles sollte neben dem stressigen Alltag nicht noch mehr Umstände machen - und das tut es nicht!

 

 

A

Abflussreinigung

Läuft das Wasser in der Dusche oder einem Waschbecken schlecht ab, wird oft zu agressivem Abflussreiniger gegriffen. Das ist nicht immer nötig: Oft sind verhärtete Seifenrückstände oder Fett der Auslöser. Hier hilft es oft schon, kochend heisses Wasser langsam in den Abfluss laufen zu lassen. Dadurch werden Fett- und Seifenrückstände weicher, bis sich diese schließlich lösen und vom Wasser weggespült werden. Ein randvoller Wasserkocher (ca. 1,5 - 2 Liter) sollte normalerweise ausreichen. Ist der Abfluss komplett dicht oder mit Haaren oder anderen Gegenständen - welche sich nicht durch Wärme erweichen lassen - verstopft hilft diese Methode natürlich nicht.

 

Auto fahren

Auf das Auto kann man nicht immer verzichten. Wer z.B. auf dem Land wohnt, hat kaum die Möglichkeit auf öffentliche Verkehrsmittel zurückzugreifen. Auch die Fahrt mit dem Fahrrad oder ein Spaziergang zu Fuß kann nicht immer Mittel der Wahl sein.

Was man aber tun kann, ist seine Autofahrten intelligenter zu planen.

So sollte man zum Beispiel vermeiden extra loszufahren um z.B. regelmäßige Erledigungen wie Einkaufen oder Tanken auszuführen. Diese Fahrten sollte man wenn möglich immer verbinden, also z.B. auf dem Heimweg von der Arbeit oder nachdem man sein Kind in die KiTa gebracht hat den Einkauf erledigen und gleich auch tanken. Auch können einzelne Erledigungen mit etwas Vorausplanung effizienter werden. Wenn man seine Einkaufsliste z.B. regelmäßig führt - zum Beispiel sobald die letzten Reste eines Lebensmittels angebrochen werden, dieses Lebensmittel auf die Einkaufsliste setzt - reicht vielleicht eine Fahrt zum Supermarkt in der Woche. Hierzu eignen sich einfache Todo Listen, als App für Smartphone oder Tablet oder den PC - Beispiel: Wunderlist, Mitbringen.net, Todoist.

 

B

Bestellungen

Wie auch beim Einkaufen kann man durch intelligente Vorausplanung mittels Einkaufslisten (Todo-Listen) die Anzahl an Einzelbestellungen minimieren. Zudem macht es Sinn möglichst aus der Nähe zu bestellen um den LKW Verkehr zu reduzieren. Um Verpackungsmüll zu vermeiden kann man z.B. bei Amazon bei der Bestellung die Option „in so wenig Einzellieferungen wie möglich versenden“ auswählen um weniger Pakete zu erhalten.

 

Blumen

Möchte man sich auf Balkon oder im Garten blumen anpflanzen, so sollte man hier keine exotischen, sondern einheimische Pflanzen wählen. Die einheimischen Pflanzen können von den Bienen genutzt werden und benötigen zudem oft weniger künstliche Hilfsmittel wie Dünger oder spezielle Beleuchtung. Auch entfällt hier natürlich wieder der LKW Transport aus dem Ausland.

 

 

 

 

C

Chemie

„Chemie ist überall“ - diesen Lieblingssatz meiner Chemielehrerin habe ich mir gemerkt. Ja im Prinzip hat alles mit Chemie zu tun. Dennoch sollte man grundsätzlich versuchen die Anwendung von chemischen Produkten - wie sie in der Natur ohne Zutun des Menschen nicht vorkommen - so weit wie möglich zu reduzieren.

 

Computer

In den meisten elektronischen Geräten sind sogenannte „seltene Erden“ wie z.B. Silizium verbaut. Wie der Name schon sagt, sind diese Erden selten und der Vorrat auf der Erde nicht unendlich. Auch ist der Abbau oftmals kompliziert und zieht weitreichende Folgen für die Natur nach sich.

Computer sind - neben Smartphones - wohl die Geräte in denen am Meisten solcher seltener Erden verbaut werden. Jetzt könnte man grundsätzlich versuchen Computer nur mit bestimmten Umweltsiegeln oder von Herstellern, die für besonders nachhaltig hergestellte Geräte bekannt sind, zu kaufen. Das ist in der Praxis jedoch schwierig und oft teuer.

Unser Rat: Ein Computer ist heutzutage für die meisten Anwendung lange ausreichend. Die Entwicklung geht nicht mehr so rasant vorwärts wie vor etwa 10 Jahren. Früher galt dass ein Computer nach drei Jahren „uralt“ ist. Heute kann man selbst mit günstigen Geräten 6 Jahre und länger auskommen (davon ausgenommen sind reine Spiele-Rechner). Man sollte sich daher einen neuen Computer nur kaufen wenn der Alte wirklich nicht mehr nutzbar ist. Wenn dann ein neuer Computer gekauft wird, sollte dieser nicht völlig überdimensioniert sein - denn je mehr leistungsstarke Hardware verbaut wird, desto mehr seltene Erden sind enthalten.

 

D

Daheim

„Daheim ist‘s doch am schönsten“. Man muss nicht jeden freien Tag etwas außerhalb unternehmen. Gerade Kinder sind oft auch zufrieden wenn man sich Zuhause mit ihnen beschäftigt. Gerade an Feiertagen sind öffentliche Plätze mittlerweile oftmals völlig überlaufen. Spart euch den Stress - spart Benzin, schon die Umwelt und den Geldbeutel - macht öfters mal was Zuhause.

 

Dekoration

Bei Dekoration greifen viele zum Billigsten vom Billigsten, da die Sachen ja ohnehin nach einmaliger Nutzung entsorgt werden. Die Läden die solche extrem billige Dekoration anbieten, findet man leider wie Sand am Meer und auch im Internet wird man mit solch Billigartikeln überhäuft. So entsteht unmengen Plastikmüll. Lieber etwas teurere Dekoration kaufen (oder auch mal selbst basteln? - Die Kinder freuen sich über so eine Aufgabe) und dann mehrfach verwenden (Beispiel: Jute- statt Plastik-Fähnchen, Glaswindlichter anstatt Plastikkerzen usw.). Tolle Ideen gibt es u.a. auf Pinterest.

 

E

Einkaufen

Das Reduzieren von Fahrten zum Supermarkt wurde ja beim Punkt „Auto fahren“ schon behandelt. Aber auch beim Einkauf selber kann man etwas Nachhaltiger handeln. So kann man z.B. etwas darauf achten, dass man Artikel mit weniger Plastikverpackung bevorzugt. Einzeln eingeschweißte Kekse oder eine völlig überdimensionierte Plastikverpackung sollte man wenn möglich im Regal liegen lassen.

Obst und Gemüse muss nicht in der Plastiktüte transportiert werden - dafür hat Obst und Gemüse oft eine natürliche Hülle, welche genau für diesen Zweck erschaffen wurde. Gewaschen werden sollte Obst und Gemüse vor dem Verzehr ohnehin, weshalb man dieses getrost ohne zusätzliche Verpackung in den Einkaufswagen oder aufs Kassenband legen kann. Möchte man dennoch eine zusätzliche Verpackung haben, kann man sich selbst ein Gemüsenetz mitbringen oder wenigstens eine Plastiktüte mehrfach benutzen.

 

F

Fahrrad

Fahrrad fahren geht natürlich nicht immer. Dennoch ist es eine Erwähnung wert, denn immer mehr Arbeitgeber fördern z.B. die Anschaffung eines E-Bikes oder gewähren Arbeitnehmern welche mit dem Fahrrad anreisen, sogar mehr Freizeit. Immer öfter sind auch Duschmöglichkeiten vorhanden. Wenn ihr also in mit dem Fahrrad erreichbarer Nähe arbeitet fragt euren Chef.

 

Fleisch

Nein wir wollen niemanden zum Vegetarier oder gar Veganer bekehren. Dennoch sollte man Fleisch bewusster essen - denn die Tierhaltung, wie sie für unseren Fleischkonsum notwendig ist, zählt zu den größten Umweltproblemen. Damit ist gemeint, dass man nicht jeden Tag Fleisch essen muss. Man kann daraus etwas besonderes machen, indem man z.B. nur 1 bis 2 Mal in der Woche Fleisch ist - dann freut man sich auch mehr darüber und lernt Fleisch wieder schätzen. Früher mussten die Menschen für ein Stück Fleisch immerhin jede Menge Anstrengung und auch Gefahr auf sich nehmen - da war Fleisch noch etwas besonderes. Perfekt wenn man das Fleisch dann noch direkt beim Metzger und nicht in der Plastikverpackung kauft.

 

G

Gebraucht

Wer gebraucht kauft spart zum Einen Geld und zum Anderen Rohstoffe. Ganz komfortabel findet man gebrauchtes natürlich hier auf gebrauchtpreis.net. Man kann dies aber auch mit einem gemütlichen Tag auf dem Flohmarkt verbinden und auch das Stöbern in Kleinanzeigen (online wie offline) macht Spaß.

 

Gas

Wer Zuhause mit Gas oder Öl heizt und dazu einen Tank am Haus hat, kann ebenfalls etwas für die Umwelt tun, indem er sein Gas oder Öl von einem Händler in der Nähe bestellt. So entfallen überflüssige Transporte quer durch das Land, nur weil das Gas/Öl bei einem Anbieter aus der anderen Ecke des Landes ein Cent günstiger war als das beim Händler vor Ort.


Gemüse

Obst und Gemüse muss nicht in der Plastiktüte transportiert werden - diese wurde bereits beim Punkt „Einkaufen“ behandelt.

Zudem kann man sein Obst und Gemüse gezielt nach der jeweiligen Saison einkaufen. So kauft man z.B. Erdbeeren vorwiegend im Frühling/Sommer und Birnen im Spätsommer/Herbst. So kann man sichergehen dass die Lebensmittel nicht in Energievergeudenden Gewächshäusern und mit ungesunden Düngern und Pflanzenschutzmitteln herangezogen wurden, oder durch lange Transporte in den heimischen Supermarkt gebracht wurden. Einen Saisonkalender findet man im Netz z.B. unter https://www.edeka.de/ernaehrung/lebensmittelwissen/saisonkalender-obst-gemuese

 

Geschenke

Die Gesellschaft verlangt es; wird man eingeladen, ob ganz ohne Grund oder zu Geburtstagen, zu Weihnachten und mittlerweile sogar zu Ostern müssen Geschenke mitgebracht werden. Gutscheine oder gar Bargeld sind teilweise verpöhnt. Wir wollen unsere Kinder nicht um ihre Geschenke bringen und für Kinder ist es schöner etwas direkt auspacken zu können als „nur“ einen Gutschein in der Hand zu haben.

Man sollte aber vor dem Kauf von Geschenken sichergehen, dass der Beschenkte damit auch etwas anfangen kann und im Zweifelsfall lieber doch etwas universell einsetzbares wie einen Gutschein schenken.

Auch muss nicht zu jeder Gelegenheit ein Mitbringsel mitgebracht werden. Auch wenn der Andere dies beim letzten Mal gemacht hat entsteht dadurch keine Verpflichtung sich beim nächsten Treffen zu revanchieren und zwanghaft irgendein Geschenk zu suchen - ob sinnvoll oder nicht. Ein Mitbringsel kann man zwanglos mitbringen wenn man etwas wirklich schönes für den Anderen gefunden hat und ihm damit eine ehrliche Freude machen will und sich sicher ist dass das Mitbringsel auch gebraucht wird.

Ein Geschenk welches am Ende nur rumsteht oder gar entsorgt wird, ist Verschwendung auf ganzer Linie.

 

Geschäftsreise

Geschäftsreisen müssen effizient sein, schließlich zahlt die Firma und diese muss ja profitabel wirtschaften. Daran gibt es auch nicht‘s zu rütteln. Wenn man aber mal genauer überlegt ist der vermeintlich schnellste Weg nicht immer der effizienteste.

Fliegt man z.B. von Köln nach Berlin dauert der Flug an sich nur ca. 30 Minuten. Die Bahnfahrt von Köln nach Berlin dagegen 5 bis 6 Stunden. Unabhängig von den Unmengen an mehr Abgasen welche ein Inlandsflug gegenüber einer Bahnfahrt ausstößt, muss man für den Flug sehr viel mehr Aufwand und Stress auf sich nehmen: Die Sicherheitskontrolle, Gepäck abgeben, Boarding, Sicherheitsunterweisung, Warten auf Startfreigabe (dabei angeschnallt bleiben und Laptops und Handys aus), Flug, Offboarding, Warten aufs Gepäck… auf dem Kurzen Flug dann noch den Laptop oder Dokumente hervorzukramen um sich auf den Geschäftstermin vorzubereiten oder gar noch etwas zu Arbeiten lohnt sich da kaum.

Auf der Bahnfahrt hingegen hat man nahezu die gesamte Reisedauer Zeit um produktiv zu sein.

Noch besser als jede Geschäftsreise sind natürlich Termine die sich mittels Telefon oder Videochat abhalten lassen.

 

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Photos von pexels.com

 

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